10.Schopp im 3.Reich

1933 und 1934 standen ganz im Zeichen der Gleichschaltung:
Arbeitersport- und Arbeitergesangverein wurden verboten, die übrigen Vereine lösten sich auf oder stellten spätestens mit Kriegsbeginn die Vereinsarbeit ein.
Die 4 Mitglieder des Gemeinderates, die ab März 1933 immer noch nicht der NSDAP angehörten, wurden zum Rücktritt genötigt, zwei von ihnen sogar nach Einsatz des Druckmittels „Schutzhaft“.
In den Folgejahren hatte der Gemeinderat als Entscheidungsträger immer weniger Einflussmöglichkeiten und spielte schließlich fast gar keine Rolle mehr. Alle Entscheidungen im kommunalen Bereich entschieden Bürgermeister und Ortsbauernführer nach dem „Führerprinzip“ allein. Ratssitzungen fanden fast gar nicht mehr statt.
Die enorme Arbeitslosigkeit besserte sich für die Schopper durch den Bau des Westwalls
Im Bereich der Gemarkung Schopp entstanden 63 Bunker!
Viele junge Männer verschwanden auch aus der Statistik, indem sie der Einberufung zu RAD und ab 1935 zur Wehrmacht Folge leisten mussten. Einzelne dienten freiwillig in SS-Einheiten.

BILD folgt

Schopp im Feiertagsschmuck des 3. Reiches

Der 2.Weltkrieg führte die meisten Schopper Männer an die Fronten in ganz Europa und Nordafrika, einige als Gefangene auch nach Amerika und Asien (Sibirien). Viele kehrten nie mehr zurück. Ihre Namen liest man auf dem Sockel des Kriegerdenkmals auf dem Schopper Friedhof. Viele Heimkehrer aus Krieg und Gefangenschaft litten ihr Leben lang an den ihren Körpern und Seelen zugefügten Narben und Verstümmelungen.

 

Ab 1944 hatte auch die Zivilbevölkerung unter direkten Kriegseinwirkungen zu leiden.
Es begann die Zeit der Luftangriffe, die nun auch die Dorfbevölkerung immer öfter in die Keller zwang. Zum Glück gab es kaum Schäden. Der Schopper Bahnhof mit seiner mehrere hundert Meter langen Rampe, von der aus in kürzester Zeit ein komplettes Panzerbataillon verladen werden konnte, zog die feindlichen Bomber an, wurde aber nicht getroffen.
Der Terror aus der Luft führte zur Schließung der Schule. Das Gebäude wurde erneut Lazarett.
Am 17.März 1945 marschierten schließlich die Amerikaner ohne Kampfhandlungen ins Dorf ein. Der Krieg war für Schopp zu Ende, nicht aber für die Schopper, die noch in Kampfgebieten kämpften oder in Gefangenenlagern auf ein Ende hofften.

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