11.Nachkriegszeit und Wirtschaftswunder

Die im März 1945 einmarschierten Amerikaner wichen bald den Franzosen, denn die Pfalz wurde Teil der Französischen Besatzungszone. Große Probleme zeigten sich im Ernährungsmangel und der übergroßen Wohnungsnot, weil zusätzlich zu ausgebombten Pirmasensern noch Flüchtlinge und Heimatvertriebene aus den Ostgebieten zugewiesen wurden, bald folgten auch noch DDR-Flüchtlinge!
Die Franzosen aber holten sich Reparationen, so z.B. große Mengen Wertholz, welches sie ohne Entschädigung einschlugen und abtransportierten. Der Gemeinde entstand immenser und bis in die heutige Zeit andauernder Schaden (Es fehlt heute eine ganze Generation Furniereichen, die damals verfrüht der Axt zum Opfer fiel). Nur langsam tröpfelten die Heimkehrer aus der Kriegsgefangenschaft wieder in den Ort. Sie hatten zwar eine Unterkunft, aber sie suchten Arbeitsplätze. Die Gemeinde nahm sich so gut sie konnte der Probleme an. Bauwilligen gab sie zinslose Darlehen und lockte mit weiteren Zuschüssen, wenn zusätzlicher Wohnraum zur Vermietung geschaffen wurde.
Nacheinander entstanden Ende der 40er Jahre und Anfang der 50er Jahre Neubaugebiete im Tälchen (Ringstraße) und an den Homberger Hängen, dort in den 50ern und 60ern weiter mit der Waldstraße, dem flachen Teil der Schmalenberger Straße und Zum Rotbrunnen.

 

Nach der Währungsreform entstanden neue Arbeitsplätze, vor allem im Baugewerbe und in der Schuhindustrie. Die Amerikaner bauten Anfang der 50er die Vogelweh und den Flugplatz Ramstein. In Schopp selbst gaben zwei Schuhfabriken, eine Strickwarenfabrik, ein Kunststeinwerk, eine Tiefbau- und zwei Hochbaufirmen über 200 Menschen Arbeit.
Im Gemeindewald wurden ein Förster und ein halbes Dutzend Waldarbeiter ständig beschäftigt, ein bis zwei Dutzend „Waldfrauen“ arbeiteten als unstetig Beschäftigte im „Pflanzgarten“ im Kump und bei der Pflanzung neuer Bestände.

 



 

 


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