3. Der Untergang des Ortes 1635

Wie konnte das geschehen ? Gab es Überlebende?

Vor dem Dreißigjährigen Krieg gab es in Schopp mindestens 14 Familien. Dies verrät uns ein Schatzungsbuch (=Steuerregister) von 1611 und ein Grundbesitzwechsel von 1616.

Nach Ausbruch des Krieges 1618 wurde die Pfalz 1622 von Spaniern besetzt, die schlimm hausten.

Sie brannten das benachbarte Waldfischbach und die dortige Mühle nieder und ließen mit hoher Wahrscheinlichkeit auch Schopp nicht unbehelligt.1635 erstürmten kaiserliche Kroaten das von lutherischen Schweden verteidigte Kaiserslautern und richteten unter der Bevölkerung ein Blutbad an.In der Folge requirierten diese Kroaten ihre Versorgung aus dem Umfeld von Kaiserslautern.

Seuchen wurden eingeschleppt, die Menschen verhungerten, weil ihnen alles Essbare weggenommen oder in Brand gesteckt wurde.

Manche flohen ins Ausland. Die Holzlanddörfer an der Straße von Kaiserslautern nach Bitsch, nämlich Schopp, Steinalben und Waldfischbach, gingen vollständig unter (Sie waren für die plündernden Truppen eben nicht zu übersehen).

Die etwas mehr abseits gelegenen Höhendörfer Geiselberg, Schmalenberg und Heltersberg kamen glimpflicher davon. Einige wenige Familien überlebten dort.

Über das Schicksal der Schopper Familien ist nur bekannt, dass „das Dorf völlig ruinieret“ war und „keine Untertanen mehr dort lebten“.

Einzige Ausnahme ist die schon 1592 in Schopp nachweisbare Familie Anstett (Anstaden), die auch im Schatzungsregister von 1611 auftaucht.

Sie floh nachweislich ins abgelegene Donsieders, wo sie – wie Erbschaftsunterlagen Ende des 16.Jh. beweisen – Verwandtschaft hatte. Zahlreiche Nachkommen bewohnen heute benachbarte Dörfer, nicht aber Schopp.

 

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