6. Napoleonische Zeit

Während der Revolutionskriege zwischen 1793 und 1795 lag Schopp mehrmals buchstäblich an der Front. Die Flurnamen erzählen noch heute davon: Die „Schanze“ im Süden des Dorfes war gegen die Franzosen gerichtet, der „Preußenfelsen“ und der „Franzenberg“ stellen einen deutlichen Bezug her.
Die Schopper Bewohner mussten ihre Kinder in Trippstadt statt vom Waldfischbacher Pfarrer in Schmalenberg taufen lassen, weil, wie der Pfarrer schreibt, „die fränkischen Vorposten mich nicht passieren ließen“, d.h., er konnte nicht vom französisch besetzten Waldfischbach zu seinen Pfarrkindern im von deutschen Truppen gehaltenen Schopp und Schmalenberg. Ab 1797 war Schopp wie die ganze Pfalz französisch.
Die Hoffnung auf bessere Zeiten erfüllte sich nicht, Zwangsrekrutierung und immer neue Steuern für Napoleons Kriege verbitterte die Bevölkerung. Auch Schopper Bauernsöhne marschierten in Napoleons Armeen. Man zahlte für all und jenes Steuern, sogar eine Fenstersteuer gab es, die manchen Schopper dazu veranlasste, einige seiner Fenster einfach zuzumauern.
Der französische Staat erklärte ehemaligen Adelsbesitz und viele andere Ländereien kurzerhand zu Staatsdomänen. Fast hätte Schopp seinen Gemeindewald verloren. Ein ganzes Jahrhundert lang musste die Gemeinde um Teile davon sogar prozessieren!

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